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Landkreis Bad Kissingen

Heilquellen in Bad Brückenau

Staatsbad und Stadt Bad Brückenau

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Brückenau 1294. 1310 erhielt es das Stadtrecht von Kaiser Heinrich VII. von Luxemburg, allerdings rechtlich eingeschränkt, da es zur Fürstabtei Fulda gehörte.

1747 erfolgt unter dem Fürstabt Amand von Buseck die Fassung der ersten Heilquelle, König Ludwig I. Quelle und damit die Gründung das Bades. In der Folgezeit wechselte in Brückenau mehrmals die Herrschaft bis es schließlich 1816 zu Bayern kam.

1970 wurde Brückenau der Titel "Bad" verliehen und der Stadtteil Bad erhielt die Bezeichnung Staatsbad.

In Bad Brückenau gibt es sieben Heilquellen die teilweise seit mehr als 250 Jahren genutzt werden. Der Stadt Bad Brückenau gehören die Georgi-Quelle und der Siebener-Sprudel. Die anderen fünf Quelle liegen im Bereich des Staatsbad Brückenau. Aufgrund eines sehr niedrigen Gehalts an Kochsalz und einer sehr effektiven Mineralisation ist ein breites Spektrum an Anwendungen möglich.

Georgi - Quelle:

Der eisenhaltige Calcium-Sulfat-Chlorid-Hydrogencarbonat-Säuerling wurde 1907 durch die Stadt erbohrt und 1969 neugebohrt. Er hat eine Tiefe von 554 Metern und eine Schüttung von 23 Liter in der Minute. Es enthält fast 5 Gramm Mineralien pro Liter Wasser.
Zur Anwendung kommt das Georgi-Wasser bei Erkrankungen des Magens, des Darms und der Gallenwege, bei Entzündungen der Magenschleimhaut, Verstopfung, Leber- und Gallenleiden, Blase und Nieren. Außerdem wirkt es unterstützend bei Gicht und Diabetes.
Das Wasser wird in die Georgi-Kurhalle geleitet und dort als Trinkkur verabreicht.

Siebener Sprudel:

Es handelt sich dabei um eine stark calcium-, magnesium-, sulfat - und hydrogencarbonathaltige Quelle, die ebenfalls 1906 durch sieben Bürger Brückenaus gebohrt wurde. Daher auch der Name. Wie auch heute, wo man das Siebener Wasser im Freizeitbad Sinnflut genießen kann, bildete es damals die Basis für das städtische Heilbad. Aus einer Tiefe von 316 Metern werden ca. 300 Liter 18°C warmes Wasser pro Minute ausgeschüttet.
Zur Anwendung kommt das Siebener Wasser bei Knochen- und Gelenkserkrankungen, aber auch bei Rheuma und Arthrose. Abführend und darmregulierend wirkt es als Trinkkur.

König Ludwig I. Quelle:

Mit der Fassung dieser Quelle wurde 1747 der Grundstein für den Weltruf des Bades Brückenau gelegt. Die älteste Quelle Bad Brückenaus wurde 1966 von 16 Meter auf 300 Meter gebohrt. Daraus sprudelt mit einer Schüttung von ca. 114 l/min das 13°C kalte, eisenhaltige Wasser.
Zur Anwendung kommt das Wasser bei Blutarmut, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Durchblutungsstörungen und vegetative Störungen.
Die Staatliche Mineralbrunnen AG füllt das Wasser als "Bad Brückenauer Mineralwasser" ab.

Wernarzer Quelle:

1749 wurde der älteste Versandbrunnen Deutschlands gefasst. Mit seiner positiven Wirkung bei Nierenleiden begründete er Bad Brückenaus Ruf als Nierenheilbad. Die Quelle hatte erstmals eine Tiefe von 8 Meter, die dann aber auf heute 50 Meter ausgebaut wurden. Die Temperatur beträgt 9°C und die Schüttung ca. 21 l/min.
Wie oben schon beschrieben wird die Wernarzer Quelle vor allem bei Beschwerden der Nieren und ableitenden Harnwege angewandt. Aber auch bei Erkrankungen des vegetativen Nervensystems.
Der bundesweite Versand erfolgt ebenfalls über die Staatliche Mineralbrunnen AG.

Sinnberger Quelle:

Die 1780 erstmals gefasste und 1967 ausgebaute Quelle war schon seit 1750 als gute Trinkwasserquelle bekannt. Anfangs hatte sie eine Tiefe von 8 Metern, die dann auf 50 Meter ausgebaut wurden. Das 9°C kalte Wasser hat eine Schüttung von ca. 19 Litern pro Minute.
Zur Anwendung kommt das Sinnberger Wasser bei Beschwerden der ableitenden Harnwege und Nierenfunktionsstörungen, ebenso wirkt es positiv auf die Mund- und Bronchialschleimhaut.
Die Staatliche Mineralbrunnen AG füllt das Wasser als "Staatlich Bad Brückenauer Heilwasser" ab.

Die Lola Montez-Quelle:

Die Lola Montez-Quelle wird aus einer Tiefe von 260 m gefördert. Sie ist sehr natrium- und kochsalzarm. Mit ihrer natürlichen Kohlensäure gilt sie als erfrischend wirkender Säuerling. Vor allem für die Magen- und Dünndarmschleimhaut soll das Hydrogencarbonat schützend wirken.

Zur Anwendung kommt das Heilwasser u.a. bei Störungen des Harnsäure-Stoffwechsels und zur unterstützenden Behandlung bei Diabetes, Magen-, Darm- Leber- und Gallenerkrankungen.

Die Vitalquelle:

Die Bad Brückenauer Vitalquelle besitzt einen ungewöhnlichne hohen Gehalt an gelöstem Kohlendioxid, was sie zu etwas besonderen macht. Hinzu kommt eine Vielzahl von Spurenelementen, die sich positiv auf die Zusammensetzung auswirkt.

Ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut oder die unterstützende Behandlung von Erkrankungen des Magens, von Darm, Leber und Galle sowie bei Diabetes sind u.a. Anwendungsgebiete der Vitalquelle.

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